Nachgeforscht
Dem Schlüssel auf der Spur
Die etymologische Schlüssel-Spur führt in den Alten Orient. Vor ungefähr 3.800 Jahren wurde in Babylon auf Tontafeln in Keilschrift der Schlüssel beschrieben als Instrument, um zu „lösen“ und zu „öffnen“. Literarische Schlüssel-Quellen sind auch die beiden ältesten Werke der abendländischen Kultur: Im Buch Jesaja wird der Schlüssel bereits als Symbol für Würde und Macht dargestellt. In Homers Heldenepos Odyssee, entstanden um 750 – 720 v. Chr., holt Penelope mit einem Schlüssel den Bogen ihres Gatten aus der wohlverschlossenen Schatzkammer. Auch antike griechische Vasen zeigen vor allem Priesterinnen im Besitz des Schlüssels zum Tempeltor. Der archaische Bronzeschlüssel – ein zweimal meist rechtwinklig geknickter, flacher Stab mit einem Griff aus Holz oder Elfenbein – wurde von ihnen geschultert getragen.
Jede Epoche hat ihre eigene Schlüssel-Sprache entwickelt. Schlüssel sind somit auch immer Zeugen ihrer Zeit.
Fingerringschlüssel, ab dem 3. Jh. v. Chr. (s.o., Abb. I, rechts).
Dank seiner großen Bedeutung durch den Lauf der Geschichte, ist das Wort "Schlüssel" zu einem Symbolwort geworden und nach wie vor in Redewendungen verankert: Die Botschaft muss entschlüsselt werden ... die Schlüsselfigur des Romans ... der Manager in Schlüsselposition ... Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts ...
Für modem conclusa ist der Schlüssel ein Symbol für erfolgreiche PR: Wir schmieden Kommunikations-Schlüssel, die unseren Kunden Räume öffnen. Räume, in denen ein fruchtbarer Dialog mit den Bezugsgruppen stattfindet. Räume, in denen die Botschaften wahrgenommen werden. Dabei ist es wichtig, den Clou zu identifizieren – den Kern einer Sache bzw. des jeweiligen Themas.







