15 neue Bodenpatinnen

In Sachen Ernährung und Landwirtschaft kennen wir uns aus. Seit fast 30 Jahren unterstützen wir nachhaltige Food-Marken, Öko-Verbände und Stiftungen dabei, mit ihren Botschaften Menschen zu erreichen und für „Bio“ zu begeistern. Dabei schauen wir freudig auf positive Entwicklungen in der Bio-Szene, die uns zeigen, dass immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher zu Bio-Lebensmitteln greifen – und dass diese Entscheidung eine bewusste ist. Doch durch unsere tägliche Arbeit werden wir ebenso mit Themen konfrontiert, die uns Sorgen bereiten: die abnehmende Bodenfruchtbarkeit ist ein solches. Warum beschäftigt uns das so sehr?

Die Folgen der Verschlechterung der Bodenqualität sind zahlreich – und sie sind verheerend: Verarmung der biologischen Vielfalt der Böden, Rückgang von Bodenfruchtbarkeit sowie Kohlenstoffgehalt, niedrigere Wasserrückhaltekapazität, Störungen des Gas- und Nährstoffkreislaufs, verringerter Abbau von Schadstoffen, Versiegelung, Überschwemmungen, Erosion und Erdrutsche. Dazu kommen negative Auswirkungen auf die Qualität von Wasser, Luft und Nahrungsmitteln und biologische Vielfalt allgemein sowie den Klimawandel. „Die entsprechend den Leitlinien der EU und auf der Grundlage der verfügbaren Daten durchgeführte Folgenabschätzung geht davon aus, dass die Verschlechterung der Bodenqualität in der europäischen Union derzeit pro Jahr Kosten von etwa 38 Milliarden Euro verursacht.“1

Leidet die Qualität unserer Böden weiterhin unter Versalzung, Überdünnung, Verschmutzung oder Verdichtung – also den Folgen von intensiver Landwirtschaft und Städtebau – bleibt uns nicht nur zu wenig Boden, um weiterhin Lebensmittel anzubauen, sondern die Folgen wirken sich auch bedrohlich auf das gesamte Ökosystem aus.


Die gute Nachricht

Bodenfruchtbarkeit kann wiederaufgebaut werden. Seit Jahren stellt dies die biologische und biologisch-dynamische Landwirtschaft unter Beweis. Sie entwickelt und führt Maßnahmen durch, die zum Aufbau sowie zum Erhalt der Bodenfruchtbarkeit beitragen. Zudem wird durch Humusaufbau langfristig CO2 gebunden.

Bodenfruchtbarkeit auf landwirtschaftlichen Nutzflächen ist zum einen die Basis für gesunde Ernährung heute und morgen. Zum anderen wirken fruchtbare Böden der Klimaerwärmung entgegen, indem sie mehr CO2 speichern als konventionell bewirtschaftete Böden.

Doch noch sind die betrieblichen Aufwände für biologischen Anbau höher als für konventionellen und die Kosten werden nicht über die Produktpreise gedeckt. Hier unterstützen Bodenpatenschaften, wie sie die Bio-Stiftung Schweiz anbietet. Mit einer Patenschaft, beispielsweise in Höhe von 100 Euro, finanziert der Pate oder die Patin anfallende Kosten für Maßnahmen der Landwirte, um auf 2.500 Quadratmetern Bodenfruchtbarkeit ein Jahr lang zu fördern. Das entspricht in etwa der benötigten Fläche, um einen Menschen in Mitteleuropa gesund zu ernähren.


Ein bodenfruchtbares Weihnachtsgeschenk

Man könnte es eigentlich Nächstenliebe nennen: Jede Mitarbeiterin bei modem conclusa hat zum Fest eine einjährige Bodenpatenschaft erhalten. Damit fördern wir die Bodenfruchtbarkeit für 15 Mal 2.500 Quadratmeter – also die benötigte Fläche, um das Team ein Jahr lang gesund zu ernähren. Das sind mit 37.500 Quadratmetern übrigens fast vier Hektar!

Damit wünschen wir ein frohes Fest, einen guten Appetit, viel Kraft im nächsten Jahr und weiterhin so viel Motivation für eine nachhaltige Zukunft.



Mehr zur Bodenpatenschaft der Bio-Stiftung Schweiz unter https://www.bodenfruchtbarkeit.bio/.

1 https://www.bodenfruchtbarkeit.bio/der-boden aufgerufen am 20.12.2021