Der (Klima)Krisenstab von München muss handeln

Unsere Kollegin Uti Johne engagiert sich ehrenamtlich bei München muss handeln. Im Interview stellt sie die Initiative vor und berichtet von ihrer Arbeit!

1. modem conclusa ist einer von ca. 400 Unterstützern von München muss handeln. Uti, du engagierst dich zusätzlich im Kommunikationsstab. Warum?     

Uti: So ein komplexes und wichtiges Problem wie der Klimawandel braucht professionelle Kommunikation. München muss handeln will Aufklärungsarbeit rund um das emotional diskutierte Thema leisten. Wir versuchen Druck auf die Politik auszuüben, denn es ist ja eigentlich deren Aufgabe, allen Menschen auf dieser Erde eine lebenswerte Existenz zu ermöglichen. Wir bei modem conclusa sehen es als unsere Verpflichtung, der Gesellschaft durch aktives Handeln einen Beitrag zurückzugeben.

2. Worum geht es bei München muss handeln, was fordert die Initiative?

Uti: Die Mitglieder von München muss handeln stellen sich hinter die Forderungen von Fridays for Future. Sie setzen sich vor Ort für mehr Nachhaltigkeit ein und fordern die Münchner Politiker*innen dazu auf, umgehende und adäquate Maßnahmen zu treffen, um die Ziele des Klimaschutzabkommens einzuhalten. Das Ziel des Bündnisses ist es, sich mit unterschiedlichsten Aktionen aktiv in die Stadtpolitik einzubringen und die von der Gesellschaft gewählten Politiker*innen bis zur Kommunalwahl immer wieder an ihre Verantwortung gegenüber den Münchner Bürger*innen zu erinnern.

3. Wer steckt hinter München muss handeln?

Uti: 400 Münchner Unternehmen und Privatpersonen, die sich zu einem zivilgesellschaftlichen Bündnis zusammengeschlossen haben. U.a. die GLS Bank, das Kartoffelkombinat, Green City e.V. und viele weitere Unterstützer*innen.

4. Sind unter den Unterstützern ausschließlich Münchner Unternehmen? Soll die Initiative auch deutschlandweit ausgeweitet werden?

Uti: Auch in anderen bayerischen Städten steht die #Klimawahl2020 vor der Tür. Hier haben sich bereits Partnerinitiativen gegründet z.B. in Augsburg. In Hamburg stellt sich die Zivilgesellschaft ebenfalls mit einem rasant wachsenden Bündnis hinter #FridaysForFuture.

5. Können sich auch Privatpersonen bei München muss handeln engagieren?

Uti: Sehr gerne, einfach eine Mail schicken, oder sich im Newsletter eintragen, dort werden jeweils die dringend benötigten Unterstützungen geteilt.

6. Seit wann gibt es den (Klima)Krisenstab und wie kam die Idee dazu?

Uti: Die Stadtratswahl am 15. März 2020 wird die letzte Wahl sein, bei der die Münchner Bürger*innen die Möglichkeit haben werden, einen klimapolitisch engagierten Stadtrat zu wählen, mit dem die Ziele des Pariser Klimaabkommens noch erreicht werden können. Bis dahin will das Bündnis in der Münchner Zivilgesellschaft sichtbarer werden und die Bürger*innen zu mehr politischem Engagement für unser Klima aufrufen. Um diese Dringlichkeit zu unterstreichen, hat das Bündnis im Juli 2019 einen (Klima)Krisenstab einberufen

7. Was genau macht der (Klima)Krisenstab?

Uti: Der (Klima)Krisenstab geht an den unterschiedlichsten Orten in München öffentlich und öffentlichkeitswirksam seiner Arbeit nach. Unterstützt wird er von den Bündnispartnern, die ihm z.B. ihre Büroräume zur Verfügung stellen.


Momentan ist der (Klima)Krisenstab auf dem Tollwood Winterfestival zu finden. Vom 26.11. bis zum 23.12.2019 wird das Team in einem künstlerisch gestalteten Container im Eingangsbereich des Festivals auf der Münchner Theresienwiese seiner Arbeit nachgehen. Für die Zeit bis Weihnachten sind dort diverse Aktionen unter aktiver Beteiligung der Bündnispartner geplant.