Ich wurde mal in einem englisch sprachigen Setting gefragt, was ich mache und aus mir heraus sprudelte die Antwort: „I care.“
Das bringt es ziemlich gut auf den Punkt. Ich kümmere mich: um meine Familie, um unser Team – damit sich jede einzeln und alle zusammen entfalten können, um das Wohl der Agentur und unsere Kunden mit ihren unterschiedlichen Herausforderungen. Ich kümmere mich durch unsere Arbeit um eine langfristig positive Entwicklung für Mensch, Natur, Gesellschaft und Wirtschaft. Ich kümmere mich um meine Freundschaften und ich werde immer besser darin, mich auch um mich selbst zu kümmern.
„To care“ hat noch eine zweite Bedeutung: Mir liegen viele Sachen sehr am Herzen. Die Menschen und ihre mentale und physische Gesundheit, die Gleichberechtigung aller, der Respekt gegenüber der Natur und den Tieren, die wir essen – und denen, die wir nicht essen.
Was mich motiviert?
Der Blick zurück und der Blick nach vorne.
Sieben Jahre „work hard, play hard“ in Hamburger Agenturen bedeuteten viel Kreativität auf dem Tisch, aber wenig Befugnis, Entscheidungen zu beeinflussen; Und als eine PR-lerin unter vielen Werber-Freund:innen die Gewissheit, dass wertebasierte Kommunikation immer einen Endgegner hat: das Kauf-drei-zahl-zwei-Schild.
Die Suche nach dem Sinn in der Arbeit hat mich dazu geleitet, zurück zur Familie nach Bayern zu gehen und mein Glück in meiner Wahlheimat München zu suchen.
Heute träume ich von einer fruchtbaren Zukunft, in der sich meine Kinder sorgenfrei, ihren Stärken und Vorlieben entsprechend, frei entfalten können. Das setzt voraus, dass unsere Gesellschaft lernt, dass Teilen mehr Freude bereitet als Besitzen; dass bewusster Genuss und inspirierende Erfahrungen glücklicher machen als Überkonsum; Karriere nicht mit Hierarchie zu verwechseln ist; dass Feminismus für alle Menschen Vorteile hat; positiven Nachrichten mehr Gewicht beizumessen.
Dabei sehe ich es als meine Aufgabe, mit positivem Beispiel voranzugehen und die Narrative zu stärken, die auf einen enkeltauglichen Lebensstil einzahlen.
